Auf Einladung des Bildungsministeriums Shanghai nutzte der Schulleiter der GMS Wangen Herr Jürgen Lindner die einmalige Gelegenheit, seine Schule im...

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(SZ/Vera Stiller) Nach sechs Jahren Bestand hat die Gemeinschaftsschule (GMS) Wangen erstmalig 27 Schüler entlassen, die sich für einen...

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Gemeinschaftsschule Wangen stellt sich auf der internationalen Bildungsmesse in Shanghai vor

Auf Einladung des Bildungsministeriums Shanghai nutzte der Schulleiter der GMS Wangen Herr Jürgen Lindner die einmalige Gelegenheit, seine Schule im fernen China vorzustellen. In Shanghai werden die neuesten Entwicklungen im Bildungsbereich zunächst vorgestellt, getestet und ausgewertet. Aufgrund der Bildungspartnerschaft zwischen der Gemeinschaftsschule und der Wangener Firma Waldner / Hohenloher wurde das MOE (Ministerium für Bildung) auf den neuen Schultyp aufmerksam.

Im Dezember 2018 besuchte eine kleine Delegation des Bildungsministeriums Shanghai die Gemeinschaftsschule in Wangen. Aufgrund des neuen Konzepts der Schule sowie der Umgestaltung der Lernräume in Inputzimmer und Lernateliers wurde im Anschluss an diese Veranstaltung eine Einladung nach Shanghai ausgesprochen.

Vor einem internationalen Publikum stellte Schulleiter Jürgen Lindner in zwei Vorträgen und Workshops die Entwicklung seiner Schule und die daraus resultierenden Veränderungen vor. Im Vordergrund standen das neue Lernkonzept, die neuen Lernräume sowie die neue Lehrerrolle.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Zuhörer die Erfolge der Schule im Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung und den Lernerfolg der Schüler sowie die Entwicklung der Schule hin zu einem integrativen Schultyp.

Ob sich ein vergleichbares Konzept in China umsetzen lässt bleibt abzuwarten. Die Voraussetzungen an öffentlichen Schulen sind mit über 40 Schülern pro Klasse nicht gerade ideal. Die Schüler stehen unter einem erheblichen Leistungsdruck und viele leiden sehr darunter. China steht im Bildungsbereich ebenfalls vor gewaltigen Herausforderungen. Die übervollen öffentlichen Schulen stehen in Konkurrenz zu gut ausgestatteten privaten Schulen, wohingegen auf dem Land vielen Kindern ein Zugang zur Bildung kaum bis gar nicht möglich ist. Unterrichtszeiten von 8:00 bis 17:00 Uhr sind auch im Grundschulbereich normal. Für die meisten Schulkinder stehen im Anschluss an den Unterricht noch Hausaufgaben, Nachhilfe und Lernen bis 23:00 Uhr auf dem Programm.

Die Digitalisierung des Unterrichts und der Klassenräume standen im Vordergrund der internationalen Bildungsmesse. Neben elektronischen Tafeln undprogrammierbaren Robotern waren auch klassische Schulmöbel und die neuestenLabormöbel der Firma Waldner/Hohenloher zu sehen.Im Hinblick auf den internationalen Bildungsaustausch und den notwendigen Veränderungen für das Lernen im 21. Jahrhundert war dieser Besuch in Shanghai mit Sicherheit eine sehr wertvolle Erfahrung.