(Bericht: SZ) Der Jahrgang neun der Gemeinschaftsschule Wangen hat am Donnerstagabend seinen Hauptschulabschluss gefeiert. Zufrieden über die...

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Schüler fragen - OB Lang antwortet

Eine Stunde lang konnten Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule, Klasse 9, kürzlich dem Oberbürgermeister Fragen zur Kommunalpolitik und zu Wangen ganz allgemein stellen. Sie nahmen Teil am Projekt „Schule trifft Rathaus“ der Landeszentrale für politische Bildung (LpB).

Die Gruppe fragte zuerst, weshalb es in der Stadt nicht mehr Mülleimer gebe, weshalb bei den Mülleimern nicht auf Trennung geachtet werde und warum an öffentlich zugänglichen Stellen bei uns keine Wasserspender zu finden seien. Zur Überraschung der Schüler erzählte OB Lang, dass aus allen Brunnen in der Altstadt Trinkwasser fließt. „Das bedeutet, jeder Brunnen ist ein Wasserspender. Man kann das Wasser direkt aus dem Rohr – nicht aus dem Brunnentrog – trinken oder dort seine Trinkflasche auffüllen“, sagte er. Die Jugendlichen bedauerten aber, dass es so etwas nicht auch in Bereichen wie dem Waltersbühl gebe. Er sagte zu, die Möglichkeiten auch außerhalb der Altstadt zu prüfen.  Auf die Frage des Moderators der LpB, ob sie etwas dazu gelernt hätten zeigten viele ihre grüne Smiley-Karte.

Dass das Müllthema ein äußerst komplexes ist, versuchte OB Lang den Schülerinnen und Schülern klar zu machen. „Wir kämpfen sehr damit, dass wir hier Hausmüll in öffentlichen Mülleimern finden“, sagte er. Wobei er klarstellte, dass solchen Umweltsünden nachgegangen wird. „Wenn wir herausfinden, von wem der illegal weggeworfene Müll kommt, dann kostet das Geld“, sagte er.  Er appellierte auch an alle: Mit dem Aufstellen von mehr Mülleimern sei es nicht getan. Eine Stadt brauche auch das umweltbewusste Verhalten von allen, damit kein Müll herumliege.

Wie schon andere Jugendgruppen zuvor fragte auch diese nach Plätzen, wo sich junge Leute treffen können. OB Lang warb für das Jugendhaus und verwies auf die Umfrage „Nextgenerba“, an der sich alle – vor allem Jugendliche - beteiligen sollen. „Wir wollen, dass es in der ERBA solche Plätze für die Jugend gibt“, sagte Lang. Auch die Skater hatten in dieser Klasse einen Fürsprecher. OB Lang konnte auch ihn auf die Umfrage verweisen und sagte zu, dass die Skater dort in der Veranstaltungshalle Berücksichtigung finden sollen.

Wichtigen Raum nahm die Frage nach einem Hallenbad ein. OB Lang erläuterte dazu, dass die Stadt gerade 6 Millionen Euro in die Sanierung des Freibads investiere. Es koste darüber hinaus jedes Jahr zwischen 0,5 und 0,75 Millionen Euro an Unterhalt. Ein zweites Bad würde bedeuten, dass die Stadt andere Aufgabe nicht mehr in dem Maße leisten könnte wie bisher.

Schließlich wollten die jungen Leute wissen, warum es in Wangen nicht mehr „hippe“ Geschäfte gebe. OB Lang wurde dabei mit dem Gerücht konfrontiert, die Stadt habe große Bekleidungshäuser in Wangen verhindert. „Das ist falsch! In den 18 Jahren, in denen ich hier bin, habe ich noch nie von einem solchen coolen Anbieter einen Antrag auf dem Tisch gehabt und wir haben auch noch nie so jemanden abgelehnt“, sagte er. Im Gegenteil: Die Stadt sei auf große Häuser zugegangen. Dabei wir waren schon einmal sehr weit in den Gesprächen, aber dann hat sich der Vermieter anders entschieden“, sagte Lang.

Schließlich fragten die Schüler auch, wie wichtig dem Oberbürgermeister die Meinung junger Menschen ist. „Sie ist sehr wichtig, denn ihr seid unsere Zukunft“, sagte Lang. Und er warb bei den jungen Leuten, sich für den Jugendgemeinderat im kommenden Jahr aufstellen zu lassen, um dort der Jugend eine Stimme zu geben.

Organisiert wurde der Vormittag von Jugendreferentin Alexandra Müller. Vier Jugendgemeinderäte nahmen sich Zeit, sie zu unterstützen.

BU. Oberbürgermeister Michael Lang stellt sich den Fragen der Gemeinschaftsschüler. Foto: Stadt Wangen /sum