Nach fünf Jahren Bestand hat die Gemeinschaftsschule Wangen erstmalig 34 Schülerinnen und Schüler entlassen, die sich für den Hauptschulabschluss nach...

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Mit den Liedern "Zusammen sind wir groß" und "So wie du bist" verabschiedeten sich die erfolgreichen Zehntklässler von ihrer Werkrealschule.

Wangen -...

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Er­folg der Schü­ler macht die Wan­ge­ner GMS stolz

Nach fünf Jahren Bestand hat die Gemeinschaftsschule Wangen erstmalig 34 Schülerinnen und Schüler entlassen, die sich für den Hauptschulabschluss nach Klasse neun entschieden hatten. Schulleiter Jürgen Lindner nannte die Abschlussfeier am Freitagabend im Gemeindezentrum St. Ulrich deshalb auch eine historische.

"Fünf Jahre Gemeinschaftsschule - wir haben viel geschafft", zeigte sich Jürgen Lindner überzeugt und freute sich: "Mit drei Lehrkräften haben wir begonnen, jetzt sind es zusammen mit der Grundschule 50. Und die einzelnen Jahrgangsstufen sind mittlerweile so besetzt, dass wir niemanden mehr aufnehmen können." Wie der Schulleiter das "gute Team" lobte und in Richtung zu entlassene Schüler feststellte: "Ihr habt hier eine schöne Schulzeit gehabt und es den Lehrkräften leicht gemacht."

Lindner vergaß nicht, sich für die "tolle Zusammenarbeit" mit den Eltern zu bedanken und dafür, viele wertvolle Anregungen bekommen und umgesetzt zu haben. Mit einem Notendurchschnitt von 2,6 sowie elf Belobigungen und vier Preisen wäre bewiesen worden, "dass die Gemeinschaftsschule richtig und gut ist". Gleichzeitig warnte der Schulleiter aber auch davor, nach dem Hauptschulabschluss jetzt den mittleren Bildungsabschluss anzugehen und den vielleicht zu leicht zu nehmen.

"Wie eine weiterführende Schule, so ist auch der Berufsweg nicht einfach", sagte der Rektor und erhoffte sich für die Jugendlichen, "dass Ihr den richtigen Weg einschlagt und glückliche Menschen werdet". Und mit den Worten von OB Michael Lang, der sich aus Termingründen entschuldigt hatte, führte Lindner vor Augen: "Jeder, der möchte, findet eine Arbeit. Die Situation war noch nie so gut. Vor allem Fachkräfte sind gefragt." Um selber noch hinzuzufügen: "Vielleicht war die Berufsorientierung ja eine Hilfe."

Dann war die Spannung auf ihrem Höhepunkt angelangt: die Zeugnisse wurden übergeben. Und das mit der den jeweiligen Empfänger charakterisierenden Begleitmusik und mit persönlichen Gedanken der Lehrkräfte Thomas Keller, Julia Reich und Steffen Matheis. Da war auch der Spruch "Fleiß reimt sich auf Preis" zu hören und in diesem Zusammenhang von einem "Inklusionskind bis Klasse 8", das einen solchen erwerben konnte. Aber es war auch die Rede von "coolen Typen", die vor der Prüfung noch einmal "das Ruder rumgerissen haben". Besondere Beachtung wurde der 15-jährigen Rebekka Cech geschenkt, die mit einer Note von 1,3 Jahrgangsbeste wurde.

Das unterhaltsame Programm des Abends, das von Antonia, Nadine und Michael moderiert wurde, reichte vom Singen aktueller Songs über eine Bildershow, die Höhepunkte im Ablauf der Schulzeit in Erinnerung rief, bis hin zu Thomas Hädicke, der von Michael Hund am Klavier begleitet den unvergesslichen Elvis gab. Besonders schön gestaltete sich die "Überraschung", die ein Teil jener Schüler präsentierte, die ihren Abschluss nach Klasse zehn machen wollen. Sie stellten abwechselnd alle 34 Kameraden vor, von denen Abschied genommen werden musste.

Dass dieser nicht ohne herzliche Umarmung und so manche Träne vonstatten ging, versteht sich fast von selbst. Vor allem, als das Lehrer-Trio "MaReiKe" den Text des "Freiheit"-Liedes von Müller-Westernhagen entsprechend abgeändert sang: "Freiheit, Freiheit, ist das, was für Euch jetzt zählt."

(Bericht SZ)