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Ibo Ndiaye aus dem Senegal begeistert Schüler

Seit 17 Jahren ist Frederick, die Wörter, Farben und Sonnenstrahlen sammelnde Maus aus dem Bilderbuch von Leo Lionni, Namenspatin für die bekannteste Literaturaktion in Baden-Württemberg. Bis zum 24. Oktober finden hier Aktionen zur "Verbesserung der Lesekompetenz" statt. So auch in Wangen, wo unter vielen Veranstaltungen auch Ibrahim Ndiaye zu Gast in der Praßbergschule war.
Es war ein Geschenk, das die Städtische Bücherei im Kornhaus den 52Kindern aus den beiden fünften Klassen der Gemeinschaftsschule am Praßberg machte. Aber nicht nur sie, auch die Lehrkräfte waren fasziniert von Ibrahim Ndiaye, kurz "Ibo" genannt. Der aus dem Senegal kommende Erzähler ist seit 1987 in Deutschland, hat in Dakar und Saarbrücken Germanistik, Romanistik und Anglistik studiert und ist als freischaffender Künstler unterwegs.
Von Anfang an riss Ibo Ndiaye mit seiner Begeisterung die Schüler mit. Er erzählte von seinem Heimatland Senegal, ließ die dort lebenden Tiere lebendig werden, lehrte die Kinder afrikanische Worte, Gesänge und Tänze, griff die Impulse der Mädchen und Jungen auf, stellte ihnen Rätsel und rundete schließlich seinen Auftritt mit einer gemeinsam gespielten Geschichte ab. Denn Märchen, Fabeln und Geschichten gehören in afrikanischen Ländern seit jeher zur mündlichen Erzähltradition.
Immer wieder zog Ibo Ndiaye, der von Königen abstammt und dessen Großvater der erste afrikanische Schulleiter nach der Unabhängigkeit war, die andächtig Zuhörenden in seinen Bann. Er faszinierte sie, ließ sie lachen, staunen - und zeigte ihnen, was afrikanische Höflichkeit ist. Denn ein ums andere Mal bedankte er sich für die Aufmerksamkeit, für das Mitmachen und für die Fröhlichkeit im Saal.
"Kannst Du nicht jeden Tag kommen?", fragte einer der Schüler ganz unvermittelt. Und Ibo, der sich das Motto seiner Vorfahren "Die Sorgen bleiben fern - es gibt immer einer Lösung" zu Eigen gemacht hat, fragte zurück: "Wollt Ihr das?" Selten hat man ein so einstimmiges "Jaaaaaaaaaaaaaaaa!" gehört.